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Welche Behandlung hilft bei Ihren Beschwerden? Wir zeigen das Stufenmodell – individuell abgestimmt auf Ihre Symptome, Prostatavolumen und Therapieziele.
Die Entscheidung richtet sich nach dem IPSS-Score (0-35 Punkte), Ihrer Lebensqualität und möglichen Komplikationenwie Harnverhalt, Blasensteine, wiederkehrende Infekte oder Nierenschädigung.
Meist ausreichend: Beobachten, Lebensstil anpassen. Kontrolle alle 6-12 Monate.
Medikamente sinnvoll. Bei unzureichender Wirkung: invasive Optionen prüfen.
Operative/interventionelle Therapie oft empfohlen. Komplikationen vermeiden.
📊 Tipp: Berechnen Sie Ihren IPSS-Score →
Bei milden, wenig belastenden Beschwerden kann eine Anpassung des Lebensstils oft schon helfen – ohne Medikamente.
Abends weniger trinken (2-3 Std. vor dem Schlafengehen)
Koffein und Alkohol reduzieren
Blasentraining: Harndrang etwas hinauszögern
Doppel-Miktion: Nach dem Wasserlassen nochmal versuchen
Regelmäßige Kontrollen (alle 6-12 Monate)
Regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung
Tamsulosin, Alfuzosin, Silodosin
Rasche Symptomlinderung durch Entspannung der Blasenhals-/Prostatamuskulatur
Blutdruckabfall, Ejakulationsstörungen (v.a. Silodosin), Schwindel
Schnelle Linderung bei allen Prostatagrößen
Finasterid, Dutasterid
Prostatavolumen ↓, Risiko für Harnverhalt/OP ↓ – Wirkeintritt nach 3-6 Monaten
Erektionsstörungen, Libidoverlust, Ejakulationsstörungen möglich; PSA-Wert sinkt um ~50% (bei Risikoeinschätzung verdoppeln!)
Prostatavolumen ≥ 30-40 ml, Langzeitprophylaxe
Tadalafil 5 mg täglich
Bessert LUTS-Symptome (IPSS↓) und ED gleichzeitig – aber: kein Effekt auf den Harnfluss (Qmax)
Kopfschmerzen, Flush – kontraindiziert mit Nitraten!
LUTS + gleichzeitige Erektionsstörung, besonders bei Speichersymptomen
Mirabegron, Solifenacin, Tolterodin
Bei dominanten Speichersymptomen (Drang, Frequenz)
Mundtrockenheit, Verstopfung, Restharnkontrolle nötig
Überaktive Blase, oft in Kombination mit α-Blockern
⚠️ Kombinationstherapie: α-Blocker + 5-ARI bei großer Prostata;α-Blocker + PDE-5 bei begleitender ED. Immer Rücksprache mit dem Urologen!
Wenn Medikamente nicht ausreichen oder Komplikationen drohen, kommen verschiedene Eingriffe in Frage. Die Wahl richtet sich nach Prostatavolumen,Anatomie und Ihren Therapiezielen.
Transurethrale Resektion der Prostata
Goldstandard mit sehr guter Langzeitevidenz. Prostatagewebe wird durch die Harnröhre elektrisch abgetragen.
Holmium-/Thulium-Laser-Enukleation
Laser-Ausschälung der Prostata. Beste Wahl bei großen Drüsen, gute Blutstillung.
Photoselektive Vaporisation
Laserverdampfung des Gewebes. Gute Blutstillung, auch bei Antikoagulation.
Prostatic Urethral Lift
Mechanisches Anheben des Prostatagewebes mit Implantaten. Keine Gewebeentfernung.
Water Vapor Thermal Therapy
Wasserdampf-Injektion zerstört Prostatagewebe. Minimaler Eingriff.
Offene/robotische Adenomenukleation
Komplette Entfernung des Adenoms bei sehr großen Drüsen (>80-100 ml).
🔬 PAE (Prostataarterien-Embolisation): Interventionsradiologisches Verfahren für ausgewählte Patienten – in AUA-Guidelines als Alternative aufgenommen.
UroLift® (PUL) oder Rezūm® prüfen
HoLEP, ThuLEP oder PVP (GreenLight)
HoLEP/ThuLEP oder einfache Prostatektomie
α-Blocker (± PDE-5 bei ED)
5-ARI (Finasterid/Dutasterid) + α-Blocker
Die finale Entscheidung treffen Sie gemeinsam mit Ihrem Urologen – basierend auf Ihrer individuellen Situation.
α-Blocker: Ejakulationsstörungen möglich (v.a. Silodosin).
5-ARI: ED, Libidoverlust bei einem Teil der Patienten.
Risiko/Nutzen individuell abwägen – oft reversibel nach Absetzen.
Mögliche Komplikationen: vorübergehender Harnverhalt, Infektion, Blutung, retrograde Ejakulation. Risiken variieren je nach Verfahren und werden im Aufklärungsgespräch transparent erläutert.
Medizinische Referenzen
Quellen: Aktuelle Leitlinien & peer-reviewed Studien · Keine Werbe-Inhalte
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