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Was Sie selbst für Ihre Prostata-, Blasen- und Herzgesundheit tun können – evidenzbasiert und alltagstauglich.
Viele Maßnahmen, die gut für Ihr Herz sind, schützen auch Ihre Prostata und verbessern Blasenfunktion sowie Erektionsfähigkeit. Sie investieren also in Ihre Gesamtgesundheit.
Übergewicht, insbesondere Bauchfett, ist ein Risikofaktor für:
🎯 Ziel: BMI unter 25, Bauchumfang unter 94 cm
Schon 5-10% Gewichtsreduktion können LUTS-Symptome und Erektionsfähigkeit verbessern.
Besonders wichtig nach Prostata-OP, bei Inkontinenz oder zur Unterstützung der Erektionsfähigkeit.
Tipp: Physiotherapeuten mit Spezialisierung auf Beckenboden können die korrekte Ausführung überprüfen.
Einzelne "Superfoods" sind nicht belegt. Was hilft, ist ein gesundes Ernährungsmuster:
Rauchen ist ein gesicherter Risikofaktor für Blasenkrebsund erhöht das ED-Risiko um das Doppelte. Rauchstopp lohnt sich in jedem Alter.
Moderater Konsum (max. 1-2 Gläser/Tag) ist nicht klar mit Prostatakrebs assoziiert. Exzessiver Konsum verschlechtert LUTS und Erektionsfähigkeit.
Schlafapnoe ist mit Nykturie und ED assoziiert. Bei Schnarchen, Tagesmüdigkeit und häufigem nächtlichem Wasserlassen: Abklärung erwägen.
Chronischer Stress kann LUTS und ED verschlechtern. Entspannungstechniken, Achtsamkeit und ausreichend Erholung sind hilfreich.
Vorsicht: Die Studienlage zu Nahrungsergänzungsmitteln für die Prostata ist enttäuschend. Mehrere große Studien zeigten keinen Nutzen oder sogar Schaden.
Fazit: Setzen Sie auf eine gesunde Ernährung statt auf teure Pillen. Bei einem ärztlich diagnostizierten Mangel (z.B. Vitamin D) kann eine gezielte Supplementierung sinnvoll sein.
BMI < 25, Bauchumfang < 94 cm
150+ Min./Woche + Kraft
Viel Gemüse, wenig rotes Fleisch
Blasenkrebs- & ED-Risiko
Inkontinenz & Erektionshilfe
Ab 45: Prostatavorsorge
Einzelne 'Superfoods' sind wissenschaftlich nicht belegt. Was hilft, ist das Gesamtmuster: mediterrane Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Fisch und Olivenöl. Lycopinreiche Lebensmittel (Tomaten, Wassermelone) werden oft diskutiert – die Evidenz ist aber nicht eindeutig genug für spezifische Empfehlungen.
Es kommt auf den Extrakt an: Nur der spezielle Hexan-Extrakt (HESr) zeigt in Studien eine moderate Wirkung auf Nykturie und Harnfluss. Andere Extrakte (ethanolisch, CO₂) waren in großen Studien nicht besser als Placebo. Die EAU-Leitlinie bewertet den Hexan-Extrakt als 'schwache Empfehlung'. Besprechen Sie Phytotherapie mit Ihrem Urologen.
Regelmäßige Bewegung ist mit einem geringeren Risiko für aggressiven Prostatakrebs assoziiert. Bei bereits diagnostiziertem Prostatakrebs verbessert Sport die Lebensqualität und möglicherweise die Prognose. Die WCRF empfiehlt mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche.
Intensives Radfahren kann den PSA-Wert vorübergehend erhöhen und Taubheit verursachen. Es gibt keine Evidenz, dass Radfahren Prostatakrebs oder BPH verursacht. Nutzen Sie einen gut angepassten Sattel und machen Sie Pausen.

Im Buch ProstaTALK erklärt ein erfahrener Urologe alles Wichtige rund um die Prostata – verständlich, praxisnah und ohne Tabus.